Endgültiges Aus für die Förderschule

Erstellt von Viktoria Barnack |

Ministerium trifft Entscheidung – Bildungsausschuss stimmt zu – Kreistag entscheidet bald

Theoretisch existiert die Schule noch; praktisch gibt es schon seit Juni keine Schüler mehr an der Förderschule Pestalozzi in Jüterbog. Spätestens Ende Juni des kommenden Jahres soll die Schule nun auch auf dem Papier verschwinden. Das geht aus einer Antwort des brandenburgischen Innenministeriums an den Landkreis Teltow-Fläming hervor. Darin erklärt ein Mitarbeiter des Ministeriums, dass die Jüterboger Förderschule mit dem Ende des Schuljahres 2019/2020 geschlossen wird. Auch das Brandenburgische Bildungsministerium ist demnach mit dieser Anordnung einverstanden. Der alte Kreistag war es allerdings nicht. Zweimal hatte eine Mehrheit der Politiker für den Erhalt der Schule gestimmt – jedoch eher als ein Zeichen in der Grundsatzdebatte um Inklusion (die MAZ berichtete). In der Sitzung am 21. Oktober soll der mittlerweile neu gewählte Kreistag nun ein drittes Mal über das Schicksal der Pestalozzi-Schule abstimmen. Wie das Votum ausfällt, steht in den Sternen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass es in dem Gremium einen deutlichen Personalwechsel gab. Knapp die Hälfte der Kreistagsmitglieder sind neu gewählt worden. Zuvor wurde auch im Bildungsausschuss des Kreistags am Donnerstagabend noch einmal über die Förderschule abgestimmt – überraschenderweise mit einem einstimmigen Ergebnis für die Schließung der Einrichtung. Die Ausschussmitglieder gaben mit ihrem Votum nun also doch der Anordnung des Ministeriums nach. Ob der Kreistag der Schließung im dritten Anlauf ebenfalls zustimmt, ist zwar ungewiss, aber eigentlich auch egal. Im Schreiben aus dem Ministerium heißt es nämlich quasi vorsorglich, man wolle die Schließung für den Fall anordnen, „wenn der Kreistag des Landkreises Teltow-Fläming seiner Verpflichtung zur Auflösung der Förderschule Jüterbog nicht nachkommt.“

 

Quelle: MAZ, Jüterbog, vom 14.10.2019, Autor: Viktoria Barnack

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Foto: Hartmut F. Reck